Klinische Daten

Impulse Dynamics hat drei große klinische Studien erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse in führenden Fachzeitschriften publiziert. Europäische Studien haben gezeigt, dass die CCM-Therapie für die Behandlung von Herzinsuffizienz-Patienten sicher und wirksam ist.

Das Optimizer System ist bisher bei mehr als 3000 Patienten implantiert worden und es liegen Nachsorgedaten über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren vor. Randomisierte Studien belegen, dass die CCM-Therapie die körperliche Belastbarkeit und Lebensqualität der Patienten erhöht.

FIX-HF-5 Pivotalstudie (US) – eine multzentrische, randomisierte, nicht-verblindete Studie

In dieser Studie wurden 428 Patienten mit den NYHA-Stadien III bzw. IV entsprechenden Symptomen und EF ≤ 35 % aufgenommen. In zwei randomisierten Gruppen wurde entweder ein Optimizer-System implantiert und optimale medikamentöse Therapie verabreicht (OMM, n=215) oder es wurde nur OMT angewandt (n=213). Der primäre Sicherheitsendpunkt bestand in einem Vergleich der Gruppen hinsichtlich der Anzahl aller Todesfälle und aller stationären Aufnahmen (als Nicht-Unterlegenheitsanalyse) über ein Behandlungsjahr und wurde erreicht.

In der Gesamtpopulation verbesserte CCM Peak VO2, Lebensqualität (anhand des MLWHFQ) und das NYHA-Stadium, nicht aber die anaerobe Schwelle (primärer Endpunkt der Studie). Zudem zeigt die Analyse einer vordefinierten Subgruppe von etwa 50 % der Gesamtpopulation mit einer EF ≥ 25 % im NYHA-Stadium III, dass CCM die anaerobe Schwelle, Peak VO2, und das NYHA-Stadium deutlich und statistisch signifikant verbessert. (Abbildung unten).


Die aktuellen Daten wurden auf der Jahrestagung des American College of Cardiology, März 2008 in Chicago, vorgestellt.
Siehe auch: Kadish et al., American Heart Journal 2011,161:329-337.

 

FIX-CHF-4 (Europa) – eine multizentrische randomisierte doppelt-verblindete Studie.

Bei 164 Probanden mit EF ≤ 35 % und den NYHA-Stadien II (24 %) bzw. III (76 %) Symptomen wurde ein CCM-Impulsgenerator (Optimizer III) implantiert. Die Patienten wurden in 2 Gruppen randomisiert: Gruppe 1 (n=80, zunächst 3 Monate lang CCM-Behandlung, danach 3 Monate lang Sham-Behandlung) und Gruppe 2 (n=84, zunächst 3 Monate lang Sham-Behandlung, in den folgenden 3 Monaten CCM-Behandlung. Die Daten zu den Phasen, bei denen die Therapie EINgeschaltet war, wurden aus beiden Gruppen zusammengefasst, ebenso die Daten zu den Phasen mit AUSgeschalteter Therapie. CCM erhöhte Peak VO2 um 0,52±1,39 ml/kg/min (p=0,03) und die Einstufung mit dem Minnesota Living with Heart Failure Questionnaire (MLWHFQ) besserte sich um 3 Punkte (p=0,03) (Abbildung unten). Langzeitdaten bei CCM-Patienten mit Chronischer Herzinsuffizienz und linksventrikulärer Dysfunktion belegen die Sicherheit der Therapie. Die CCM-Therapie erhöht die körperliche Belastbarkeit und Lebensqualität innerhalb einer recht kurzen Behandlungszeit von 3 Monaten.


Borggrefe et al., European Heart Journal, 2008 Apr;29(8):1019-28

 

Retrospektive Studien belegen einen langfristig anhaltenden Nutzen der CCM-Therapie.

Mehrere Prüfer initiierten retrospektive Berichte zum langfristigen Nutzen der CCM-Therapie. Ein Bericht (J. Kuschyk, et al. International Journal of Cardiology 2015 (183C) über 81 CHF-Patienten (NYHA II-IV, verminderter EF) beschreibt eine signifikante Verbesserung durch die CCM-Therapie im Laufe einer mittleren Follow-up-Phase von 34 Monaten (Bereich 6-123 Monate). Die Kohorte wies eine signifikante Langzeitverbesserung bei Größe und Funktion der linken Herzkammer, Lebensqualität, NYHA-Klasse, Peak VO2 sowie reduzierten NT-proBNP-Spiegel auf. Selbst nach langer Nachbeobachtung hatten nahezu 75 % der Patienten eine um mindestens eine Klasse verbesserte NYHA-Einstufung. Zudem weisen im Vergleich zum Sterberisiko-Score pro Patient (errechnet nach dem MAGGIC-Modell) die Ergebnisse darauf hin, dass die Langzeit-Überlebensrate mit CCM besser als erwartet war (p=0,022).


J. Kuschyk, et al. International Journal of Cardiology 2015 (183C): 76–81.

Ein weiterer Bericht (A. Kloppe et al. International Journal of Cardiology 209 (2016) 291–295 ) mit Daten von 68 CHF-Patienten (NYHA II-III, schmaler QRS-Komplex), der über einen mittleren Behandlungszeitraum von 4,5 Jahren (bis zu 10 Jahren) durchgeführt wurde, zeigt, dass die Lebenserwartung dieser Patienten im Vergleich zum Sterberisiko-Score pro Patient (berechnet nach dem SHFM-Modell) besser als erwartet ist (p=0,007).

Observed Kaplan-Meier survival curve (blue) compared to point estimates of survival at 1 and 3 years provided per patient by the MAGGIC score.

J. Kuschyk, et al. International Journal of Cardiology 2015 (183C): 76–81.

Kaplan–Maier curve for the survival of CCM treated patients compared with the SHFM predicted survival based on the cohort’s baseline characteristics.

A. Kloppe et al. International Journal of Cardiology 209 (2016) 291–295)

Die Studie von Liu M. et al (International Journal of Cardiology 206 (2016) 122-126) mit Daten über 41 CHF-Patienten (NYHA III) zeigt eine reduzierte Gesamtmortalität, kardiovaskuläre Mortalität sowie eine Hospitalisierungsrate bei Patienten mit einer EF von 25-40 % über einen Beobachtungszeitraum von 96 Monaten.

 


Kaplan-Maier analysis for all-cause mortality hosptializations and cardiovascular mortality.
Liu M et al. International Journal of Cardiology 206 (2016) 122–126